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Neue Wärme aus alten Sachen

25.01.2022

Bern setzt auf Abfall als umweltfreundlichen, kostengünstigen Energielieferanten. In der Energiezentrale Forsthaus wird aus dem regionalen Kehricht Fernwärme produziert. Diese erreicht immer mehr Haushalte in der Stadt.

Bilder: Marco Erni, Brigitte Mathys, 97Group

Das Bundeshaus hat es. Das Inselspital auch. Der Hauptbahnhof. Und die Universität. Sie alle heizen mit Fernwärme. 35 Kilometer Rohre versorgen Berns westliche Innenstadt mit der umweltfreundlichen Energie. Produziert wird sie in der Energiezentrale Forsthaus. Hier verbrennen jedes Jahr Tausende Tonnen Abfall, Holz und Erdgas und produzieren dabei neben Strom und Dampf jede Menge Fernwärme.

Neue Wärme aus der Kehrichtverbrennung der EWB.

130-mal Müll pro Tag

«Die umweltfreundliche Entsorgung und Verwertung von Haushalts- und Industriekehricht zu Strom und Fernwärme gehört zu unseren zentralen Aufgaben», sagt Thomas Bücherer, Leiter der Energiezentrale Forsthaus. Über 700 Kilogramm Haushaltskehricht produziert jede Person in der Schweiz pro Jahr. Ein grosser Teil davon landet in Kehrichtverwertungs­anlagen. Durchschnittlich 130 Fahrzeuge pro Tag laden in der Energiezentrale Forsthaus den Abfall der Region in den Mulden ab. 145 000 Tonnen waren es im letzten Jahr.

 
 
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Früher Strafanstalt, heute Energiezentrale

Bis 1954 wurde der Berner Kehricht noch von den Häftlingen der Strafanstalt Witzwil sortiert. Daraus gewann man Tierfutter, Kompost und Brennbares für die Erzeugung von Dampf. Seit 2013 macht die Energiezentrale Forsthaus mit den Abfällen kurzen Prozess – in einem hocheffizienten Vorgang: «Wir setzen hier mehr als 85 Prozent des Energieinhaltes von Kehricht in Nutzenergie um. Das ist ein ausserordentlich hoher thermischer Wirkungsgrad», sagt Thomas Bücherer. Mit der Energie aus einem 35-Liter-­Kehrichtsack lässt sich so ein Zimmer einen ganzen Tag lang heizen.

Hier wurde bis 1954 der Kehricht von den Häftlingen sortiert.

Rohre für 180 °C heisses Wasser

Und das funktioniert so: Im Kehrichtofen wird der Abfall verbrannt. Dabei entsteht Dampf, der in einer Turbine zuerst Strom und danach 180 °C heisses Wasser erzeugt. Dieses heisse Wasser wird unter erhöhtem Druck ins Fernwärmenetz eingespeist. Beim Endkunden wird dem Heisswasser die Energie entzogen und zum Heizen oder zur Warmwasseraufbereitung genutzt. Das abgekühlte Wasser fliesst über ein zweites Rohr zurück in die Fernwärmezentrale.

Aktuell baut Energie Wasser Bern (EWB) das Fernwärmenetz der Stadt aus. Die Quartiere Bethlehem, Bümpliz, Kleefeld, Holligen und Länggasse-Neufeld finden Anschluss. «Unser Ziel ist es, möglichst viele Haushalte, Büros und Geschäfte der Stadt mit Fernwärme zu beliefern», sagt Thomas Bücherer. Bis 2035 sollen rund 10 000 Liegenschaften zusätzlich mit Fernwärme versorgt werden können.

Durch das Fernwärmenetz strömt das erhitzte Wasser.
 
 
 

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